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Im Schatten des Hochofens
Arbeiter, Konzernchefs und Industriereiniger finden alle ihren Platz in der Stahlindustrie – für die einen ist die Lage prekär, die anderen hoffen auf die Zukunft Von Yannick Hug Erschienen in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.05.2025. Den vollständigen Artikel findest du hier. Duisburg. Es ist ein Bild der Gegensätze, das sich am Alsumer Berg im Norden Duisburgs abzeichnet. Steht man am Gipfelkreuz, zwitschern heute auf einem grün bewachsenen Trümmerberg der Nachkriegszeit Vögel im Singsang. Es nieselt leicht, die Luft ist erfüllt vom Duft der Gräser und Bäume. In der Ferne bäumt sich eine zehn Quadratkilometer große Kulisse der Schwerindustrie auf – das Stahlwerk von Thyssenkrupp. Unter das Vogelgezwitscher mischt sich ein alles…
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Artikel „Rechtsruck nach Duisburger Modell“ vom 13.09.2025
In einem Artikel für die Zeitung „ak – analyse & kritik“ kritisiert die Soziologin Polina Manolova die Kriminalisierung südosteuropäischer Arbeitsmigrant*innen durch einen sozialpolitischen Rechtsruck. Exemplarisch dafür steht die Stadt Duisburg, wo der politische Diskurs um angeblichen „Sozialmissbrauch“ die massive Ausbeutung durch Sub- und Leiharbeitsfirmen, etwa bei Großkonzernen wie Thyssenkrupp, gezielt verschleiert. Ein System repressiver Ordnungspolitik führt dort zu behördlichen Schikanen durch Jobcenter, der Infragestellung des EU-Freizügigkeitsrechts und plötzlichen Zwangsräumungen von sogenannten „Schrottimmobilien“, die Familien in die Obdachlosigkeit treiben. Zur Durchbrechung dieser Entrechtung müssen statt der Bestrafung der ohnehin ausgebeuteten Menschen die verantwortlichen Großkonzerne in die Pflicht genommen und die Subunternehmer-Netzwerke streng reguliert werden, um die Ausnutzung von Migrant*innen als rechtlose…
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Beitrag zur Diskussionsveranstaltung „Keine Stimme für Rassismus und Krieg“ am 16.1.2025
Am Donnerstag, 16.01.2025 hat Stolipinovo in Europa an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Keine Stimme für Rassismus und Krieg“ in Duisburg-Hamborn teilgenommen. Die Veranstaltung wurde vom Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ organisiert und ist Teil der gleichnamigen Kampagne, mit der sich das Bündnis und seine Mitgliedsorganisationen gegen ausländerfeindliche Tendenzen und Maßnahmen in der deutschen Politik stellt und zum Widerstand gegen diese aufruft. Auf dem Panel gab es außerdem Beiträge von der Initiative Marxloher Nachbarn, von der Jugend gegen Rassismus und dem Bündnis Heizung Brot und Frieden. Im Folgenden geben wir die Rede von Philipp Lottholz, Vorstandsmitglied von Stolipinovo in Europa e.V., wieder. Guten Abend und vielen Dank für die Einladung zu…
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Veranstaltungsbericht „Spaces of Migration and Labour: Living – Articulating – Organizing“
Im Mai 2024 brachte der Workshop „Spaces of Migration and Labour“ an der Universität Duisburg-Essen Wissenschaftler, Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen zusammen, um die strukturelle Ausbeutung von Arbeitsmigrant*innen zu beleuchten. In Branchen wie der Bau-, Reinigungs- und Logistikindustrie gehören massenhafter Betrug und die systematische Unterwanderung von Arbeitsrechten durch unzureichende Kontrollen zum Alltag. Diese prekären Arbeitsbedingungen wirken sich auch gravierend auf die Lebenssituation der Betroffenen aus, die oft mit Ausbeutung auf dem Wohnungsmarkt und Behördenwillkür zu kämpfen haben. Um dieses System zu durchbrechen, sind eine strengere Regulierung von Sub- und Leiharbeitsfirmen, grenzüberschreitende gewerkschaftliche Solidarität sowie neue Rekrutierungsmodelle, die konsequent die Bedürfnisse der Arbeiter*innen in den Mittelpunkt stellen, zwingend notwendig. Den vollständigen englischsprachigen Bericht…
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Rede „Unwillen, ernsthaft die Bedingungen von Leih- und Zeitarbeiter*innen zu prüfen“ auf der ThyssenKrupp Steel Hauptversammlung am 03.02.2023
In seiner Rede kritisiert Philipp Lottholz die lebensgefährliche Ausbeutung osteuropäischer Leiharbeiter durch Subunternehmen. Exemplarisch dafür steht der Fall des 26-jährigen Bulgaren Refat Süleyman, der 2022 auf dem Duisburger Werksgelände ums Leben kam. Ein System der „organisierten Verantwortungslosigkeit“ durch Subunternehmen führt dort zu systematischem Lohnraub, unbezahlten Überstunden und lebensgefährlicher Arbeit ohne muttersprachliche Sicherheitsunterweisungen. Zur Beendigung dieser Missstände sind eine lückenlose Aufklärung aller Betriebsunfälle, die Garantie grundlegender Arbeitsrechte sowie der konsequente Ausschluss ausbeuterischer Subunternehmen zwingend erforderlich. Die gesamte Rede mit allen detaillierten Forderungen kannst du hier nachlesen.